Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit von Startups

Ein großer Vorteil von jungen Startups ist - im Gegensatz zu großen Konzernen - die Beweglichkeit und Flexibilität auf neue Herausforderungen zu reagieren. Als Gründer ist man natürlich von seiner Geschäftsidee zu mindestens 110% überzeugt wenn man startet, aber nicht alles was im Businessplan steht geht dann auch später im Betrieb wirklich auf.

 

Als Gründer sollte man gerade in der Anfangszeit extrem hellhörig sein, was die ersten Kunden zu sagen haben, gerade Kritik ist hier hilfreich. Es geht nicht darum, jeden einzelnen Wunsch der Kunden sofort umzusetzen, aber das Feedback kann goldwert sein. Gerade wenn es darum geht, warum Nutzer NICHT zu Kunden geworden sind kann man Rückschlüsse auf Schwierigkeiten in der Herangehensweise ziehen.

 

Es kann sogar passieren, dass man das gesamte Geschäftsmodell anpassen oder drehen muss, um erfolgreich zu sein. Je schneller einem Probleme auffallen, desto einfacher ist die Anpassung des Modells. Dieser Prozess ist völlig natürlich, als Beispiel möchte ich hier das Münchener Startup Stylight anbringen. Ende 2008 eigentlich als Suchmaschine für Mode gestartet hat sich das Modell über die Jahre immer mehr Richtung Fashioncommunity entwickelt. Das provisionsbasierte Erlösmodell ist zwar das gleiche geblieben, aber der Ansatz ist ein völlig neuer. Nicht zuletzt wird diese Entscheidung auch durch die enorm gestiegene Popularität von Social Networks wie Facebook oder Diensten wie Twitter beeinflusst worden sein.

 

Genau das ist der Punkt, die Außenbedingungen verändern sich und wo ein Konzern enorme Anpassungsprobleme bekommen würde ist es für Startups möglich, sich hier anzupassen. Das ist überlebenswichtig und kann große Vorteile bedeuten, sofern man die sich ändernden Umstände rechtzeitig erkennt und entsprechende Maßnahmen einleitet.

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