Mass Customization

Im Zuge meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit den Themen, die aufgrund der Internettechnologien ihren Einzug in die Literatur gefunden haben. Einige davon sind Mass Customization, Crowdsourcing, Open Innovation, Long Tail, Democratization of Innovation, Mitmachweb, webzweipunktnull, usw.

 

Als Thema habe ich mich für den Begriff "Mass Customization" entschieden, wobei die Schnittmengen zu den anderen Begriffen fließend sind. Ich möchte die Möglichkeiten und die Stoßrichtung dieser Prozesse begleiten und versuchen auch  denjenigen Menschen, die nichts mit diesen Wörtern anfangen können, eine Vorstellung zu geben, was damit gemeint ist.

 

Meiner Mom habe ich das Webzweipunktnull z.B. so erklärt:

Ich: "Du kennst doch die Internetseite von der Firma XY?"

Mom: "Ja"

Ich: "Darauf sagt Firma XY, dass ihr Produkt ABC das beste, tollste und sowieso das allerbeste ist, weil..."

Mom: "Ja"

Ich: "Findest du auch, dass ABC von XY gut ist?"

Mom: "Naja, es ist nicht schlecht, aber ABC von Z ist auch nicht schlecht."

Ich: "Im Webzweipunktnull könntest du als Kunde jetzt deine Meinung zu den Produkten abgeben und im Idealfall eine Diskussion anstoßen oder sogar die Firma XY darauf aufmerksam machen, das ihr Produkt ABC zwar gut ist, aber nicht das allerbeste ABC auf dem Markt."

 

Es ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt, aber meine nicht unbedingt internetaffine Mom hat eine grobe Vorstellung davon bekommen, was sich hinter dem Zauberwort verbirgt.

 

Darauf gekommen, mit einfachster Sprache und Mitteln zu erklären, bin ich auf der Konferenz "Prosumer-Revisited". Da habe ich mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Lehrstuhls von Prof. Dr. Frank Piller über die Thematik geredet und wir haben herausgefunden, dass teilweise noch nicht mal unserer Freunde, die quasi mit dem Internet aufgewachsen sind, etwas mit diesen Begriffen anfangen können.

Es besteht also ein Informationsdefizit in dieser Hinsicht, dass natürlich von den Wissenden gerne dazu benützt wird, die nicht wissenden Leute mit Wörtern zu beeindrucken, die sie nicht kennen. Man kann es eine gesunde Portion Naivität nennen, aber dadurch dass ich oft nachfrage wenn ich etwas nicht verstehe, bekomme ich erstaunlich oft auch eine Antwort...

 

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1 Kommentar

  • #1

    dave (Donnerstag, 11 Juni 2009)

    ich hab nicht umsonst damals vor meinen onlineshop ein portal mit forum geschaltet..
    in diesem forum waren diskussionen über die lieblingsprodukte, umfragen welches produkt am besten gefunden wird und co, danke für die marktforschung liebe kunden, hat meine lagerwirtschaft perfektioniert, bessser hätte ich auf kundenwünsche nicht eingehen können.

    web 2.0 ist unser web - wir entscheiden wem wir welche information geben, soweit wir mündig sind dies zu begreifen!

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