Sa
08
Aug
2009
Hanf Guerilla
Hanf...keine Pflanze der Welt polarisiert die öffentliche Meinung so sehr wie diese!
In meinen Themen ist zu lesen, dass ich der Pflanze ein enormes Potential zuspreche, dennoch bewegt man sich mit Hanf meist in einer rechtlichen Grauzone, selbst bei Nutzhanf. Dieser Zustand ist nach meiner Meinung das Ergebnis von politischer Willkür, gepaart mit einer großen Portion Ignoranz.
"Von unten" formiert sich Widerstand gegen diese Willkür, was man gut an den folgenden Hanf-Guerilla Aktionen sehen kann:
Zunächst eine kurze Erklärung der Überschrift:
Hanf: Eine sehr vielseitige Pflanze, die in unterschiedlichsten Branchen als nachwachsender Rohstoff eingesetzt werden kann. Leider ist das vielen Menschen nicht bewusst.
Gewinnspiel: Wenn mir jemand eine natürliche Pflanze sagen kann, die mehr Nutzungsmöglichkeiten verspricht als die Pflanze Hanf, der bekommt von mir einen selbst gebastelten Orden aus 100% Hanfpapier!
Hanf Ampel via www.rofl.toGuerilla: "Voraussetzung für einen Guerillakampf ist die fehlende Hoffnung der Bevölkerung, ihre politischen und sozialen Forderungen mit politischen und rechtlichen Mitteln erreichen zu können, wie dies in einer Diktatur, einem von einer fremden Macht besetzten oder dominierten Land der Fall ist. Entscheidend für den Erfolg der Guerilla ist der gleichzeitige, dem militärischen Kampf gleichwertige politische Kampf." (siehe: wikipedia)
Hanf Guerilla Aktionen (gewertet nach meinem persönlichen Geschmack):
PLATZ 1: Guerilla Gardening mit Seedballons
PLATZ 2: Grünes Licht für Hanf auf Ampeln
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash Version 9.0.28!
Bitte installieren Sie den aktuellen FlashPlayer.
PLATZ 3: Guerilla Gardening mit Hilfe von Seedbombs
Guerilla Gardening bedeutet so viel, wie das sähen von Pflanzen an öffentlichen Plätzen, ohne dabei jedoch etwas zu zerstören oder zu beschädigen. Die Idee ist, vor allem den urbanen Lebensraum grüner zu gestalten. Diese Aktionen können mit jeglicher Art von Samen durchgeführt werden, u.a. auch mit Hanf. Populär sind die Aktionen vor allem in London.
Hier noch eine Anleitung zum bauen von Seedbombs:
PS I: Ich kann jedem nur einen Besuch im Hanfmuseum in Berlin empfehlen. Wenn ihr mal in Berlin seid, dann lohnt es sich definitiv einmal dort vorbei zu schauen und sich über die bewegte Geschichte der Pflanze zu informieren.
PS II: Wenn jemand Informationen über weitere Guerilla Aktionen hat, bitte kurz melden, danke.
PS III: Mit allen Guerilla Aktionen bewegt man sich in einer rechtlichen Grauzone, deshalb darf ich natürlich hier niemanden dazu aufrufen, solche Aktionen durchzuführen. Dieser Artikel ist als simpler Gedankenanstoß zu verstehen.
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Trackbacks / Pingbacks: 1
- cannabis petition » Blog Archi » Hanf Guerilla (2009-08-09 13:15:03)
4 Kommentare
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#1
Ola!
"Entscheidend für den Erfolg der Guerilla ist der gleichzeitige, dem militärischen Kampf gleichwertige politische Kampf."
Dieser Punkt kommt leider bei vielen "Aktionen" (noch) zu kurz.
Als kleinen Ausgleich gibt es zum Glück ja Leute wie mich, die ihren Schwerpunkt eher bei der politischen Arbeit im Lichte der Öffentlichkeit sehen.
Aktionismus in allen Ehren, aber ohne Aufklärung- und Informationskampagnen wird die gesellschaftliche Meinung so schnell sicher nicht zugunsten der Legalisierung kippen.
Als politische Ergänzung zu den Aktionsvideos, schau doch mal das an http://www.youtube.com/watch?v=xpjOZ8eXhAM :)
Mit hanfigen Grüßen
Steffen -
#2
Moin Steffen,
das Video kenne ich und würde deine Argumente sofort unterschreiben.
Mein Ansatz ist eigentlich, das Thema Nutzhanf komplett von der Rauchhanfdebatte abzusetzen, um zu einer sachlicheren Debatte zu gelangen, die nicht mit dem Totschlagargument: "Aber das sind doch Drogen" gekappt werden kann.
Mit diesem Artikel verwische ich natürlich diese Grenzziehung wieder, aber ich sehe auch rein für den Nutzhanf Potential in diesen Aktionen.
Aufklärung muss in gleichem Maße betrieben werden, deshalb: Weiter so!
Gruß, Dirk -
#3
Ola Dirk!
Ich glaube nicht, dass es möglich ist, die Kulturpflanze Hanf in der Diskussion von ihrer Rauschwirkung zu trennen. Das liegt unter anderem daran, dass die gesetzlichen Regeln rund um Nutzhanf so eng mit THC-Gehalten und ähnlichem "Drogensprech" verknüpft sind.
Wenn ich Vorträge vor Bauern oder angehenden Landwirten/Agrarökonomen halte, dann ist Kiffen das, was die Leute am drängensten interessiert. Schon weil Ängste bestehen, die Felder würden von Haschsüchtigen geplündert...
Es war aus prohibitionistischer Sicht ein gelungener Schachzug, Cannabis Mitte der Neunziger in "guten Nutzhanf" und "bösen Rauschhanf" zu trennen. Das hat der Legalisierungsbewegung erheblich geschadet, weil es sie entzweite.
Kein Wunder, dass die Politik diese Taktik nun wieder versucht und den "nicht ganz so bösen Medizinalhanf" erfindet.
Die Legalisierung von Hanf kann aus meiner Sicht nur gelingen, wenn wir "Rohstoff, Medizin und Genussmittel" gleich wichtig nehmen und mit gleicher Intensität vorantreiben.
Mit hanfigen Grüßen
Steffen -
#4
Hey Steffen, ich kenne ja deine Standpunkte aus diversen Videos und sonstigen Online Quellen, auch mit Georg habe ich mich über diese Thematik schon unterhalten.
Mein Standpunkt ist einfach, dass es schwierig wird, sachlich mit Menschen über den Nutzen dieser Pflanze zu diskutieren, wenn sie nur Drogen mit Hanf in Verbindung bringen. Das ist ein Problem der Aufklärung, die meisten Menschen wissen garnichts über Hanf und wenn, dann nur die illegalisierten Facetten.
In gut und böse will ich nicht trennen, ich will nur dazu anregen, darüber nachzudenken, warum es nicht erlaubt ist, Hanf anzubauen, aber z.B. Raps schon. Damit will ich auf die willkürliche Rechtslage aufmerksam machen, die wir Politik und einigen Lobbyisten zu verdanken haben.
Ich empfinde es als sinnvoll, die Menschen erstmal ab von der Rauschwirkung der Pflanze, auf die industriellen Einsatzmöglichkeiten aufmerksam zu machen, aber das ist ja nur meine persönliche Meinung. Viele Grüße, Dirk 



